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Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

by Michael Goldschmidt 11.14

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Familie Boaretto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Höhlentauchen © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Höhlentauchen  © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Höhlentauchen - Höhlentauchen © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Höhlentauchen  © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Höhlentauchen  © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Eva Fröstl, Henriette Kießling - © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Veronika Dittes -  © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Veronika Dittes, Tom Popp, Eva Fröstl -© UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Heidi Rosenbusch -  © UWW

Y-40_14_19Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Walter Mannsberger -  © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto - Club Divestyle - © UWW

Y-40 - Indoortauchcenter in Montegrotto © UWW

Wassertemperatur 34° C, Maximaltiefe 42 Meter, Sichtweite gefühlt unendlich, Standort Montegrotto, Name Y-40. Das sind Fakten, die sich recht nüchtern lesen, aber man muss es selbst erlebt haben, was dort in der Region Venetien, knapp 60 Kilometer vor Venedig für alle Disziplinen des Tauchens an einmaliger Infrastruktur geschaffen worden ist. Mit einer Gruppe von Freitauchern des Wiener Club Divestyle und einem Vertreter des Unternehmens BAUER Kompressoren verbrachten wir drei Tage in dieser faszinierenden Unterwasserwelt.

Nach genau einjähriger Bauzeit eröffnete am 5.Juni 2014 Emanuele Boaretto, Architekt und Besitzer des Y-40 im Beisein von Apnoealtmeister Enzo Maiorca die beeindruckende Anlage. Umberto Pelizzari absolvierte zur Feier des Tages gleich einen Apnoetauchgang auf den Grund. Eigentlich müsste es korrekt Y-42 heißen, denn die Zahl bezieht sich auf die größte Tiefe des Tauchbeckens. Erst nachdem das Becken befüllt war und der endgültige Wasserstand erreicht, ergaben Messungen, dass es tatsächlich 42 Meter sind, die man im 34° C warmen Thermalwasser hinabschweben kann. Das „Y“ bezieht sich auf die Tiefenachse bei Architekturzeichnungen und gleichzeitig symbolisiert es die Flossen eines Freedivers beim Abtauchen. Damit hätten wir schon mal die Symbolik des Logos geklärt und die liebenswürdig italienische Abweichung vom Soll gleich mit. Wenn Sie also mit Luft auf dem Rücken oder nur in den Lungen den Touchdown in der Tiefenröhre mit 8 Meter Querschnitt machen, dürfen Sie dem Computer glauben, es sind 42 Meter. Allzu lang sollten Sie sich aber nicht am Grund aufhalten, denn Dekotauchgänge sind beim normalen Tauchbetrieb nicht zugelassen.

Die Frage, was ziehe ich an, hätten wir uns eigentlich gar nicht stellen müssen. Weil zu diesem Thema die Website des Y-40 nicht wirklich entschlossen Stellung nimmt, packten wir völlig überflüssig eine Tasche mit ABC, Jackets, Regler und Tropenanzügen. Denn vor Ort bekommen Sie eine komplette Leihausrüstung von AquaLung, wahlweise 10 oder 15 Liter Stahlflaschen mit Mono- oder Doppelventil. Einzig der eigene Computer macht Sinn. Getaucht wird mit Badehose und Bikini, höchstens ein Rushguard – Oberteil zieht man sich noch darüber, Blei ist nicht erforderlich. So unbeschwert taucht man nicht einmal in den Tropen bei 34° C und ohne Sprungschicht.
Die Ausrüstung ist beim Eintrittspreis für einen 90 – minütigen Aufenthalt gleich beinhaltet. Weil man die Probleme anderen Indoor – Tauchzentren kennt, in denen Gästeequipment in Wasser kommt, das noch unterschiedlichste Verunreinigungen vorangegangener Aktivitäten aufweist, will man das im Y-40 tunlichst vermeiden. Freitaucher nehmen natürlich ihr ABC mit, das lässt sich einfach vorher spülen.
Von BAUER Kompressoren wurde die speziell auf das Y-40 zugeschnittene Füllanlage konzipiert. Im Kompressorraum, der so rein wirkt, wie ein Operationssaal, stehen zwei Großkompressoren der Poseidonserie mit BCOOL Luftkühlanlage, die zur deutlichen Verlängerung der Filterstandzeit beiträgt. Reinste Atemluft wird durch die BAUER Technik garantiert, die vollautomatische Filterüberwachung ist ein wichtiger Teil davon. Die zu verdichtende Luft wird weitab von störenden Einflüssen vom nahen Pinienwald angesaugt. Besser kann man es nicht machen und man ist beim Betreiber auch sichtlich stolz darauf, sich für Produkte und Leistungen des Münchner Traditionsunternehmens entschieden zu haben. Das vermittelt Y-40 Pressevertreter Giovanni Boaretto unserem mitgereisten Vertreter der Firma BAUER, Ralf Deichelmann, gerne und ausführlich im Interview. Die PureAir zertifizierte Anlage erfüllt die höchsten Ansprüche und es gibt in Italien bislang nur noch eine weitere entsprechend ausgewiesene Füllstation in Arezano.

Fast unscheinbar ist die Außenansicht des Tauchzentrums, eingebettet in die Parkanlage des angeschlossenen 4-Sterne Hotels Millepini mit seinen eigenen Thermalbecken und Wellnesseinrichtungen. Von der weitläufigen Lobby erhascht man durch einige Fenster die ersten Eindrücke der Beckenanlage. Richtig abgehoben ist die Brücke, die die Lobby mit dem Zugang zum Becken verbindet. Sie führt in 3,5 Meter Tiefe durch den Pool, wobei der die obere Hälfte des Tunnels verglast ist. Trockenen Fußes erlebt man hier die Unterwasserwelt und kaum einer, der hier nicht sein Mobiltelefon blank zieht, um das futuristische Szenario zu fotografieren.
Das tropische Klima in der Halle macht deutlich, dass hier wirklich nur Badebekleidung nötig ist und im Wasser wird es einem auch nach dem auf 90 Minuten limitierten Aufenthalt nicht kalt. Voranmeldung ist erwünscht, damit Geräte- und Apnoetaucher zu getrennten Zeitfenstern ins Wasser kommen bei moderater maximaler Gästezahl.
Verschieden tiefe Ebenen erlauben abwechselnde Aktivitäten während der Ausbildung und der normalen Tauchgänge. Sie können sich in 5, 10, 12 und 15 Meter aufhalten oder eben die Röhre bis zum tiefsten Punkt erkunden. Je tiefer Sie tauchen, um so schummriger wird das Licht. Hier hat man etwas gespart und es ist sicher reizvoll, eine Lampe mitzuführen, die in den Höhlen ohnehin auch Sinn macht. Zumindest die Freitaucher kritisieren das spärliche Licht, da der Safetytaucher den Apnoisten ab 25 Meter Tiefe nicht mehr deutlich erkennen kann.    
Das Stichwort Höhlen ist bereits gefallen. Zu diesen hat man Zugang vom 10 Meter Level aus und man findet sich in absolut realistischem Ambiente wieder, in dem man erste Grundzüge des Höhlentauchens auf sich wirken lassen kann. Eine 10 Meter lange Röhre mit 80 Zentimeter Durchmesser verbindet die beiden Höhlenkomplexe. Wer es sich zutraut, kann sich diesem wirklichkeitsnahen Erlebnis hingeben. Einen alternativen Zugang in die Höhlen gibt es vom 5 Meter Level aus. Hier führen senkrechte Röhren in die Tiefe, eine fürs hineintauchen, die andere fürs heraustauchen. Gut gemacht, so gibt es keinen Gegenverkehr. Auf alle Fälle ist das ganze System ein schönes Fotomotiv mit glasklarer Sicht.

Weil das Y-40 auch ein Dorado für Freitaucher ist, haben wir uns der Veranstaltung des Club Divestyle aus Wien angeschlossen, um mit deren Unterstützung als Akteure vor der Kamera den Beitrag zu produzieren. Im deutschsprachigen Raum ist der Club Divestyle, den Henriette Kießling ins Leben gerufen hat, eine einmalige und sehr aktive Community von Freitauchern, die ganzjährig zusammen trainieren und erfolgreich an Wettbewerben teilnehmen.
Die im Y-40 für Freitaucher geschaffene Infrastruktur lässt bis aufs Licht beim Tieftauchen keine Wünsche offen. Zahlreiche fest auf allen Ebenen im Boden verankerte Bojen weisen den senkrechten Weg in die Tiefe. Das warme Wasser, das Minimum an Ausrüstung und die entspannte Atmosphäre beeindruckt die Freitaucher sofort und führt vielfach zu Leistungssteigerungen. So auch bei Eva Fröstl, die sich zunächst nicht sicher war, ob es mit dem Druckausgleich klappen würde. Und dann taucht sie zwei Mal bis zum Grund, persönliche Bestleistung. Und da wäre noch mehr drin, wie Henriette meint. Neben der großen Freude gibt es aber doch ein augenzwinkerndes Ärgernis, denn Evas Apnoecomputer arbeitet im Modus Meerwasser und zeigt deshalb nicht die Rekordtiefe, sondern zwei Meter weniger… http://youtu.be/n6S8T2bUZvY  
Unter diesen Bedingungen war das Shooting mit Eva Fröstl, Veronika Dittes und Tom Popp ein positiver Ausnahmefall, ein besseres Unterwasserstudio hatten wir bis dato noch nicht kennengelernt. Leider dürfen die Apnoetaucher nicht in die Höhlen. Dass Veronika in Antalya am 1.11.2012 den CMAS Weltrekord mit 7:30 Minuten statischer Apnoe aufstellte, soll nicht unerwähnt bleiben und erklärt auch, die völlig entspannten langen Tauchzeiten vor der Kamera.
Dass das Tauchzentrum bereits nach kurzer Zeit im Kreis von Fotografen und Filmproduktionen als ideale Location gehandelt wird, verwundert auch nicht.
Ein besonderes Erlebnis war es auch für Walter Mannsberger, der mit dem Club Divestyle nach Montegrotto kam. Walter hat ein Handycap, geschädigt durch das Anfangs der 60er Jahre gerne verschriebene Schlafmittel Contergan. Tausende von Kindern wurden ohne Arme geboren. Seine frühe Leidenschaft fürs Wasser und das Schorcheln unterstützten seine Eltern gerne. So brachte er besonders gute Leistungen beim Streckentauchen. Einige Jahre war der Apnoesport aus seinem Focus, jetzt ist er wieder voll dabei, unterstützt von seiner Assistentin Heidi, die seit kurzem mit einer Monoflosse trainiert und vom Freitauchen angefixt ist. Dazu hier ein Interview, das Henriette mit Walter und Heidi führte www.divestyle.at/

Um indoor alle denkbaren Tauchaktivitäten zu genießen, gibt es jetzt ein neues Ziel. Keine Frage, vom Süden Deutschlands ist die Anreise nach Montegrotto kürzer als nach Siegburg (dive4life – 20 Meter) oder Brüssel (Nemo – 30 Meter). Für Österreicher und Schweizer stellt sich ohnehin nicht die Frage nach Norden zu fahren. Es lohnt sich auf alle Fälle, ein paar Tage Aufenthalt einzuplanen. Venedig ist nur eine halbe Stunde mit dem Bus oder Zug entfernt, ein Tagesausflug würde sich lohnen.
Sie können im angeschlossenen Hotel Millepini Packages aus Übernachtung und Tauchen im Y-40 buchen. Das wäre der kürzeste Weg zwischen Bett und Becken.
Fürs Abendessen können wir die Pizzeria Piccadilly empfehlen. Die Pizzen haben einen hauchdünnen Boden und schmecken ausgezeichnet, die Nudelgerichte sind traumhaft, Vor- und Nachspeisen einfach gut. Und das alles zu moderaten Preisen.

 

 

 


Fakten Y-40

Tiefe max: 42 Meter
Tiefe Ebenen: 5,10,12,15 Meter
Besonderheit: Höhlen
Wassertemperatur: 34° C
Anzug: Nicht erforderlich
Ausrüstung Gerätetauchen: Verleih im Eintrittspreis enthalten
ABC: Verleih im Eintrittspreis enthalten
Tauchcomputer: Eigenes Gerät verwenden    
Apnoetauchen: Nur im Team
Tauchzeiten: 90 Minuten
Vorabbuchung: empfohlen
Kommunikation: Italienisch, Englisch
Öffnungszeiten: Di-So 15:00 – 22:00 Uhr
Einzelpreis Tauchen: € 35,- (Stand 11.14)


Y-40 THE DEEP JOY
Catajo 42
35036 Montegrotto Terme
Italy
Tel.: 0039 049 8911766
Fax: 0039 049 8910208
www.y-40.com 
info@y-40.com

Club Divestyle
www.divestyle.at

Onlineshop Club Divestyle
www.apnoewelt.at

Pizzeria / Restaurant Piccadilly
Viale Stazione 15
35036 Montegrotto Terme
www.pizzeriapiccadilly.it 


 

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